Heute möchte ich euch zeigen, wie man Texturen in Gimp erzeugt.
Texturen sind eine Art Tapete, die man auf Objekte legt. Ein Beispiel dafür sind Computerspiele. Alle Objekte im Spiel werden mit Texturen belegt. Die Modelle bestehen aus einem Gitternetz, auf das dann die Texturen gelegt werden.
Man unterscheidet zwischen kachelbaren und nicht kachelbaren Texturen. Kachelbare Txturen sind Texturen, die nahtlos an einander angefügt werden können. Solche Texturen werden für gleichmäßige Flächen verwendet. Zum Beispiel der Fußboden oder die Häuserfassaden im Computerspiel.
Doch Texturen werden nicht nur in Computerspielen verwendet. Auch in der Bildbearbeitung oder im Webdesign finden sie Anwendung. Oft um den Hintergrund des Bildes, beziehungsweise der Website, gleichmäßig zu gestalten.
Textur erstellen:
Wir werden nun eine kachelbare Fliesentextur erstellen. Dazu erstellen wir ein neues Bild mit der Größe von 512*512 Pixel. Kachelbare Texturen sind meistens quadratisch und haben die Abmessung von einer zweier Potenz (z.B. 2,4,8,16,32,64,128,256,512,1024……). Daher die 512*512 Pixel. Dieser Ebene verpassen wir einen grauen Hintergrund. Diese Farbe soll später die Fugen zwischen den Fließen darstellen. Ich habe mich für die Farbe #8e8c88 entschieden.
Anschließend wählen wir folgenden Filter: „Filter – Künstlerisch – Leinwand“. Dort wählen wir eine Tiefe von 1 und belassen den Rest bei den Voreinstellungen.
Nachfolgend verwenden wir den Gaußschen Weichzeichner „Filter – Weichzeichner – Gaußscher Weichzeichner“ mit einem Radius von 3 Pixel.
Nun fügen wir eine neue Ebene, mit der Größe von 508*508 Pixel, ein und ordnen sie in der Mitte des Bildes an. Dieser ebene verpassen wir dann einen leichten Beigeton. Zum Beispiel die Farbe #f3e4bf. Diese Ebene stellt später unsere Fließe dar.
Im Moment sieht die Fließe noch ein bisschen langweilig aus. Daher wollen wir ihr ein paar Unregelmäßigkeiten verpassen. Dazu wählen wir den RGB-Rauschfilter „Filter – Rauschen – RGB-Rauschen“.
Ich habe dann die folgenden Einstellungen vorgenommen:
Anschließend benutzen wir wieder den Gaußschen Weichzeichner. Diesmal allerdings mit einem Radius von 10 Pixel.
Nun wollen wir der Fließe noch die typische Abrundung an den Seiten verpassen. Dazu wählen wir den Filter „Filter – Dekoration – Rand abschrägen“. Eine Dicke von 10 Pixel ist optimal.
Danach fügen wir beide Ebenen zusammen. Dies geht mit einem Rechtsklick auf die obere Ebene im Ebenenmenü und „Nach unten vereinen“.
Jetzt verstärken wir den 3D-Effekt noch etwas. Dies geht mit einer Bumpmap. „Filter – Abbilden – Bump-Map“. Wir können alles bei den Voreinstellungen belassen. Wählen zusätzlich aber noch „Bumpmap kacheln“.
Und fertig ist unsere Textur. Wenn ihr euch eure Textur gekachelt ansehen wollt, dann könnt ihr dies, wie folgt, machen. „Filter – Abbilden – Kleine Kacheln“. Dort wählt ihr dann, wie oft die Fließe nebeneinander dargestellt werden soll.
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Schlagworte: Bumpmap, Computerspiele, Filter, Gimp, Textur, Weichzeichner







Danke. Guter Tipp. Ist beser mit Paint ein 4×4-jpg zu basteln oder das vielzitierte 1×1 gif.
Ich bin ein Gimp Anfänger oder auch gelegenheits User aber das ist mal wieder etwas was ich jetzt dazu gelernt haben
Ich habe mir mal Adobe Photoshop als Trilal heruntergeladen, habe mich dann an der professionelleren Paint-Version und letztendlich Gimp probiert. Mit Gimp komme ich alles in allem besser klar, weil es einfach wesentlich einfachere Bedienungsmöglichkeiten gibt. Danke für dein Tutorial. Könntest du vielleicht eines für gebürstetes Aluminium erstellen?
hallo,
bin zufällig hier gelandet und muss sagen: super !
es hat mir genau dabei geholfen, was ich gesucht habe (rauschen)
LG christine
Super Tutorial! Arbeite grade an neuem Design für meinen Blog und das so eine Anleitung habe ich schon länger gesucht. Schön, dass ihr mit Gimp arbeitet, ist auch das Werkzeug meiner Wahl. Warum viel Geld für Software bezahlen, wenn man es auch so günstig udn gut haben kann?